Bautechnische Prüfung für das Anker-Areal in Nagold


Anker-Areal Nagold


Das 15 Millionen Euro teure Projekt ist ein Meilenstein für Nagold. Nachdem das Gelände in die Landesgartenschau 2012 eingebunden war, erfolgte der vollständige Rückbau durch die Kommunalentwicklung GmbH (KE). Nach der zwischenzeitlichen Nutzung des Areals als Erlebnisgastronomie, konnte sich in einem von der KE durchgeführten städtebaulichen Ideenwettbewerb die Anker Projekt GmbH & Co. KG als Investor mit dem Entwurf der Architekten Bonasera aus Nagold und Schwille aus Reutlingen durchsetzen. Die Tragwerksplanung stammt von der Ingenieurgesellschaft Tragwerke Plus aus Reutlingen.

Das in Massivbauweise erstellte Bauwerk direkt am Gewässer besteht aus einem gemeinsamen Untergeschoss und drei Einzelgebäuden, wobei Haus 3 durch eine Gebäudedehnfuge im Untergeschoss von Haus 1 und Haus 2 statisch getrennt ausgebildet ist. Das fünfgeschossige Haus 1 ist ebenerdig zugänglich, die jeweils vier Stockwerke hohen Häuser 2 und 3 befinden sich auf einem Sockel. Zwischen den Gebäudeteilen 2 und 3 ist ein gemeinsamer Wohnhof vorgesehen. Die Untergeschosse werden jeweils als Weiße Wanne ausgebildet.

An der Baugrube sind aufgrund der geringen Grenzabstände umfangreiche Vorbaumaßnahmen erforderlich. Zudem ist zu beachten, dass die Untergeschosse voll ins Grundwasser einbinden und der Fluss "Nagold" unmittelbar an der Baugrube entlang fließt. Da die Platzverhältnisse sehr begrenzt sind, muss in Bereichen ohne Arbeitsraum - mit geringem Abstand zum bestehenden Abwasserkanal - die Spritzbetonschale zwischen den Bohrpfählen mit einer ebenen Oberfläche erstellt werden. Dies ist erforderlich, damit nachträglich direkt einhäuptig geschalt die Untergeschoss-Außenwand betoniert werden kann.