Wohn- und Geschäftshaus Lützow Carré Berlin


Lützow Carré Berlin

Die DIBAG Industriebau AG realisiert derzeit ein interessantes Bauvorhaben am Lützowplatz in Berlin, in unmittelbarer Nähe zum Botschaftsviertel und unweit des Kurfürstendamm sowie des Berliner Tiergarten. Das Gebäude mit attraktiven, insgesamt fast 10 000 Quadratmeter großen Büro- und Ladenflächen sowie parkähnlichen Innenhöfen mit 128 ruhig gelegenen Mietwohnungen in vier Gebäudeflügeln soll Ende 2017 fertiggestellt sein. RECK+GASS übernimmt für dieses imposante Bauwerk die Tragwerksplanung.

Das Gebäude soll als siebengeschossiger Baukörper entlang dem Lützowplatz errichtet werden. Erdgeschossig sind Einzelhandel- und Gastronomieeinrichtungen vorgesehen. In vier „kammartigen“ Anbauten sollen die zwischen 42 und 125 Quadratmetern großen Mietwohnungen in westlicher Richtung angedockt werden. Auch hier werden siebengeschossige Baukörper entstehen. Der Gebäudekomplex grenzt im Osten an den Lützowplatz, im Süden an die Wichmannstraße und im Norden an das Lützowufer. In der zweigeschossigen Tiefgarage mit der Zufahrt von der Wichmannstraße und der Ausfahrt am Lützowufer befinden sich 211 Stellplätze.
 
Der Gebäudekomplex hat im Grundriss im 1.UG eine annähernd rechteckige Form mit den Abmessungen von 115 x 54 m. Der Bruttorauminhalt beläuft sich auf zirka 126.000 m³.
 
In den Innenhöfen ist auf der Decke über dem Untergeschoss eine Erdüberschüttung mit Bepflanzung vorgesehen. Zudem werden dort teilweise die Feuerwehrzufahrt und auch Feuerwehraufstellflächen realisiert.
Die Dachkonstruktion des Bürogebäudes und der Wohngebäude ist als Flachdach mittels einer Stahlbetondecke mit extensiver Begrünung geplant.
Die Fassade der Wohngebäude erhält WDVS und Putz. Beim Bürogebäude sind großflächige Verglasungen und eine Natursteinfassade vorgesehen.
 
Die Horizontalaussteifung des Bürogebäudes und der Wohngebäude erfolgt in der Horizontalen über die Deckenscheiben, in der Vertikalen über Stahlbetonwände.
Das Bürogebäude und die Wohngebäude sind vom 2. Untergeschoss bis zur Dachdecke über eine Gebäudefuge voneinander getrennt, die Gründung erfolgt jedoch auf einer zusammenhängenden und bis zu 1,1m starken, elastisch gebetteten Bodenplatte. Die Untergeschosse erforderten aufgrund des bis zu 4m hohen Wasserstandes über Oberkante Bodenplatte eine Weiße Wanne sowie eine darauf abgestimmte Bewehrungsführung und Fugendetails. Darüber hinaus musste im Bauzustand eine Wasserhaltung vorgesehen werden. Die Abdichtung und Abstützung der Baugrube erfolgte durch eine MIP-Wand (Mixed-in-Place-Verfahren).


Architektur: Modersohn und Freiesleben Architekten BDA, Berlin; Esslinger-Deitermann Planungsgemeinschaft mbH, Stuttgart

Bauherr: DIBAG Industriebau GmbH, München