Geschäftshaus Europe Plaza Stuttgart


Europe Plaza Stuttgart

Auf dem Areal des Stockholmer Platzes, in zentraler Stuttgarter Innenstadtlage, entsteht ein neues, zukunftsweisendes urbanes Zentrum. Als modernes Geschäftshaus mit den Kernnutzungen Büro, Handel und Gastronomie verbindet das Europe Plaza funktionelle, ästhetische Architektur mit nachhaltiger Bauweise. Das von apa Arge Planung Architektur aus Heidelberg und JSWD Architekten aus Köln geplante Green Building zeichnet sich durch höchste Flexibilität und Energieeffizienz aus. RECK+GASS erstellt bei diesem von der Firma FAY entwickelten Projekt die Ausführungsplanung.
Bei dem Gebäude handelt es sich um eine Karreebebauung mit Innenhof. Es besteht aus einem Untergeschoss, dem Erdgeschoss, fünf Obergeschossen sowie einem Staffelgeschoss. Über einem Teil des Erdgeschosses befindet sich eine Zwischengeschossebene. Das Gebäude wird an einem künstlichen Hang gebaut, so dass das Erdgeschoss etwa zur Hälfte in den Hang hinein steht. Auf der dem Hang zugewandten Seite sind Technikräume und die Tiefgaragenabfahrt untergebracht. Im übrigen Geschoss sind Restaurants und Büros, eine Praxis und Ladengeschäfte vorgesehen. Die Obergeschosse sind für die Nutzung als Büro konzipiert. Auch der Innenhof befindet sich zum Teil auf Erdgeschossniveau, der andere Teil liegt auf dem Niveau des 1. OG. Beide Teile werden mit einer großzügigen Treppenanlage miteinander verbunden.
 
Der gesamte Baukörper wird als fugenlose Konstruktion ausgeführt. Die Gebäudeabmessungen betragen etwa 94 auf 45 Meter. Das Gebäude wird als Stahlbetonskelettbau hergestellt. Die Decken werden punktgestützt über Innen- und Fassadenstützen abgetragen.
 
Die Aufnahme der einwirkenden Horizontallasten aus Wind bzw. Erdbeben erfolgt durch die Deckenscheiben sowie die vertikale Weiterleitung dieser Lasten durch die Treppenhauswände und Aufzugskerne. Zur Ableitung von einseitigen Erddrucklasten werden zusätzlich Schottwände an den Außenwänden im Erdgeschoss und in den Untergeschossen vorgesehen.
 
Die Gründung des Gebäudes erfolgt als mit Plomben vertiefte Flachgründung.
 
Durch die beengte innerstädtische Lage waren die Lagerflächen stark begrenzt, sodass die Planung der Betonierabschnittsgrößen in enger Abstimmung mit der Bauleitung bzw. Logistikplanung erfolgte.
 
 
Architektur: apa Arge Planung Architektur, Heidelberg; JSWD Architekten, Köln
 
Bauherr: FAY Projects GmbH, Mannheim